Silverice Wolves

Wir sind ein Wolfs-RPG.

Anno 2147

Die Geschichte der Silverice Wolves

Anno 2147 » 08.03.2011, 19:56

Storyline
...der Silverice Wolves

Anno 2147 n. Ch.
Das Zeitalter der Wölfe hat begonnen

Anno 2147 n. Ch. bieten die früher berühmtesten Städte und die Landstriche der Menschen ein trauriges Bild: Verlassen, menschenleer und am zerfallen, in der Mittagshitze ist kein Geräusch zu hören. Und so sieht es überall aus, auf der ganzen Welt. Keine einzige blieb davon verschont. Felder und Ackerland sind verwaist. Zäune, Mauern und Grenzen nieder gerissen… Die Rasse der Menschen wurde an den Rand der Ausrottung getrieben und selten werden die Tage, an denen man sie zu Gesicht bekommt.

Dies ist das Ergebnis einer rasanten Entwicklung. Bis ungefähr zur Jahrhundertwende breitete sich der Mensch immer weiter aus, die Städte wuchsen, immer mehr Menschen bevölkerten die Erde. Und in vielen Gebieten lebten die Menschen gut, der Luxus war Alltag für sie.

Doch dann kam der große Einbruch und die Tage, wie wir sie kennen, waren gezählt und vergingen. Erst wurden einige Rohstoffe immer knapper und dann die Erzeugung und der Transport von Lebensmitteln schwieriger. Auch das Trinkwasser wurde in den Städten knapp, aber dies war nur der Anfang. Erst folgten Kriege und Bürgerkriege, denn der Mensch versuchte das ›Seine‹ zu erhalten und zu horten… Es war keine Zeit des Teilens und der Brüderlichkeit, es war eine Zeit der Einzelkämpfer und für Freunde und Verbündete blieb kein Platz. Es gingen Seuchen und Krankheiten um, die viele Leben forderten. Jeder Tag wurde zum Kampf ums Überleben. Der Hunger erledigte meist den Rest.

Das ist das neue Bild der Welt und die Folge der Lebensweise, der einst dominierenden Spezies. Ohne Rücksicht auf Tier, Pflanze oder ihre Mitmenschen haben sie gelebt… Die Ausbeutung und das rücksichtslose Verhalten der Menschen hat letztlich ihren Untergang in der bisher gewohnten Form gefordert. Die Natur hat über Jahre und Jahrhunderte ertragen, der Boden hat gegeben was er konnte und die Tiere und andere Lebensformen haben sich gefügt. Es wurde still und einsam gelitten und keine Träne vergossen, aber die Natur hat nichts von der Undankbarkeit vergessen und sie hat mit gleichem Recht vergolten. Sie nimmt sich immer zurück, was sie einst gegeben hat, das ist das Gesetz. Es gibt keine Ungerechtigkeit und keinen Luxus. Kein Leben kann sich ohne Aufwand erhalten, aber es wird auch nicht verworfen. Jeder hat seinen Platz und seine Aufgabe zu erfüllen, denn jeder ist Teil von etwas viel Größerem.

Umso mehr Menschen früher auf einem Platz gelebt haben, umso schneller ging der Umbruch von statten und umso stiller wurde es für die Ohren der Menschen. Zu wenige haben den Hilferufen der Welt zugehört und nun ist für sie kein Geräusch mehr wahrnehmbar. »Die Welt ist gestorben«, das sagen jene, die das Leben nicht sehen, aber die Welt ist in Wirklichkeit nur gerade wieder aus einem langen Schlaf erwacht und macht sich bereit für einen neuen Anfang.

Es ist ruhiger geworden und dieses Schweigen, das jedem Menschen eigenartig vorkommt, diese Stille ist es, die deine Fantasie verrücktspielen lässt. Ein ruhiges, wie erleichtertes Aufatmen nach einem langen Kampf. Die Schwärze der Nacht ist undurchdringlicher, die Winter halten die Welt länger und erbarmungsloser in Eis und Schnee, die Sommer sind wärmer und wenn die Sonne zur Mittagsstunde am höchsten steht, dann durchbricht kaum ein Geräusch diesen Frieden.

Doch wenn es abkühlt regt sich das Leben wieder. Der Wind lässt das Laub der Bäume rascheln, welche überall Wurzeln geschlagen haben. Vereinzelte Vögel fangen wieder an zu zwitschern, mehr und mehr stimmen ein. Kleine Tierherden kommen aus den Schatten und beginnen, zwischen den verfallenen Häusern auf den früheren Straßen zu grasen. Und in ihren Verstecken erwachen die Wölfe, welche in der Dämmerung auf die Jagd gehen werden, in ihrem neuen Reich…

Bild

Der Umbruch der Welt stellte sich für die Wölfe und anderen Tiere anders dar, als den Menschen. Die wilden Seelen suchten die Erklärung bei den einzigen Geschöpfen, zu denen sie aufschauten. Ihre Götter, so musste es sein, hatten die Welt aus der bisherigen Form getrieben. Diese Geschichte wurde unter den Rudeln weiter gegeben, von Generation zu Generation. Die Altwölfe weihten die Welpen in die Geheimnisse der Vergangenheit ein, damit sie nie in Vergessenheit gerieten.

Der Wandel der Welt
Aus den Erinnerungen der Wölfe

So geschah es an einem sonnigen Frühlingsabend, dass eine alte Wölfin das Rudel zu sich rief, alle um sich sammelte und tief Luft holte. Alle sollten ihrer Erzählung lauschen, die Geschichte für immer im Gedächtnis tragen und sie weiter geben können, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen war. Die Alte ließ ein letztes Mal den Blick schweifen und begann ihre Geschichte:

Kalter Regen fiel, hüllte die Erde in einen Nebel der Trauer und des Schmerzes. Es waren die Tränen der Götter, die ungetrübte Verzweiflung von Aidan und Cýron. Einst – vor so langer Zeit, dass die Wölfe die vielen Lebenszeitalter nicht mehr zählen konnten – waren sie es, die die Welt und das Leben schufen. Sie formten das Sein, brachen durch ihren Zorn die Berge, brachten mittels ihrer Tränen die Flüsse zum fließen und erweckten mit der Liebe selbst das Leben.

Nun schauten die Gefährten auf ihr Werk, die Augen gefüllt mit Sehnsucht nach vergangenen Tagen. Sie hatten nie gezweifelt, keine Unschlüssigkeit erfüllte sie. Immer waren ihre Kinder, wie sie die lebenden Geschöpfe der Erde nannten, mit Rücksicht und Bedacht miteinander umgegangen. Das Spiel funktionierte, das ewige Zusammenspiel zwischen geboren werden und sterben gelang. Das Gegenüber, egal wie schwach es zu sein schien, wurde mit Respekt betrachtet und selbst der Wolf dankte dem Hasen für das Leben, das dieser ihm gab.

Mit dem Lauf der Jahre aber, gab es unter den Kindern der Götter eine Einzigartigkeit. Dieses Geschöpf hob sich von allen anderen ab, unterschied sich vor allem durch die Sicht auf die Welt von seinen Brüdern. Dieses Wesen war der Mensch.

Es dauerte viele Wechsel von Sommer und Winter, bis die Rasse der Menschen erstarkte und sie alle vergaßen, woher sie einst kamen. Sie wandten sich ab, stellten ihre eigenen Gesetzte und drehten den Göttern den Rücken.

So kam es, dass die Menschheit die Welt zu ihrem Eigen machte und sie dabei fast vernichtete. Die Sicht der Götter wechselte immer mehr von einem anfänglichen Erstaunen über die Macht der Menschen, zu Verachtung. Ihre Blicke waren von tiefer Enttäuschung geprägt, denn mit dem Wandel erstarkte in ihnen immer mehr die eine Entscheidung, die sie treffen mussten, um die Erde selbst zu retten. Leben nahmen sie selten, nur aus gutem Grund, denn sie liebten ihre Kinder.

Aber ihre Wahl war getroffen, denn ihre Gesetzte wurden mit Dreck und Blut besudelt, und so richteten sie über den Mensch. So geschah es, dass die Götter selbst, das Werk der Menschheit aufhielten.

Die Tränen der Götter tränkten die Erde und Cýrons Klagelied stieg aus dem Nebel. Das Leben selbst schien still zu stehen und kein Laut kam auf. Nur der Gesang der Göttin, der daran erinnerte, dass sie ihre Söhne und Töchter nicht verlassen hatten, immer noch bei ihnen waren. Es dauerte lange, bis auch Aidan in das Lied Cýrons einstimmte und so riefen sie ihre Botschaft.

Wir haben die Welt geschaffen, die Vergangenheit gesehen und die Gegenwart gestaltet. Euer Leben ist ein Geschenk, also verschwendet es nicht. Dies war eine Warnung an unsere Söhne und Töchter. Ihr habt nun gesehen, was geschieht, wenn wir hintergangen werden, ihr das Werk zerstören versucht.

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