Silverice Wolves

Wir sind ein Wolfs-RPG.

Legenden und Götter

Die Geschichte der Silverice Wolves

Legenden und Götter » 30.05.2011, 20:36

Legenden/Götter
...der Silverice Wolves

Der Ursprung
Geschichten werden erzählt...

Jedes Volk, jede Rasse und selbst das unbedeutend erscheinende Leben, hat Legenden und Sagen. Sie verehren Heldengestalten und Märtyrer, verachten die Verräter und kriechen vor bösen Dämonen in den Staub.

Vor langer Zeit, als Wolf und Mensch noch in Freundschaft verbunden waren, saßen sie beisammen und grübelten und stritten über den Ursprung der Welt und ihres Seins. Die Wölfe verstanden den Glauben, der sich in den Köpfen der Menschen ausbreitete, bald nicht mehr und die Menschen glaubten nicht an die Geschichten der Wölfe. Dies war die Zeit, in der sich die beiden Rassen, die so gut Freund geworden waren, voneinander abwandten und nur noch selten mit dem gebührenden Respekt auf ihr Gegenüber blickten. Sie hatten miteinander gelebt, gejagt, gekämpft und sind Seite an Seite gestorben. Aber sie entfernten sich immer weiter voneinander und schließlich verlernten sie auch die Sprache, die sie gegenseitig und voneinander gelernt hatten.

Sie wurden sich immer fremder und jede Rasse folgte nun ihren eigenen Gedanken und ihrem eigenen Glauben. Nur wenige Wölfe zweifelten auf dem Pfad den sie beschritten und an den Geschichten ihrer Brüder und Schwestern. Einige kehrten um, liefen zurück zu den Menschen und wurden von ihnen unterworfen. Das ist es, was die Wölfe von den Hunden so unterscheidet. Sie sind auf ihrem Pfad geblieben und haben sich nicht in den Schoß des Menschen verkrochen. Sie sind bei ihrem Glauben geblieben und die freie Seele des Wolfes hat sich in ihnen entwickelt. Es haben sich die alten Legenden und Erzählungen heraus gebildet, nach denen die freien Wölfe der Welt leben und die ihr Dasein bestimmen.

Aidan und Cýron
die Legende der Götter

Aidan und Cýron sind die Schöpfer der Erde und allen Lebens. Sie sind die Sonne und der Mond, die über den Himmel jagen und stets ein wachsames Auge auf ihre Kinder haben und genauso sind sie Licht und Dunkelheit, Liebe und Hass. Sie sind die Gegensätze und gleichermaßen die Anziehung zueinander, denn seit Anbeginn der Zeit sind sie Gefährten und streifen zusammen umher.

Einst, vor sehr langer Zeit, als sie ihr Dasein zu verschlingen schien und sie ihren Wanderungen über die Sterne müde wurden, blieben sie an einem Ort und formten aus ihren Gedanken und Gefühlen die Erde und den Himmel. Sie brachen mit ihrer Wut die Berge aus dem Land, erschufen mit sanften Pfotenstrichen die Felder und Wiesen und aus den Tränen der beiden Wölfe erwachten Bäche, Ströme und selbst die größten Ozeane. Erst ihre tiefe und aufrichtige Liebe zueinander, ließ sie aber das Leben schaffen und wie sich selbst, lieben sie jedes Lebewesen der Erde. Der kleine Hase steht unter ihrem Schutz, genauso wie der stolze Hirsch, oder der mächtige Wolf – ihr eigen Fleisch und Blut.

Bild

Aidan
Der Gott der Sonne

Schwarzes Fell und Augen, aus denen die Unbarmherzigkeit und Macht des Feuers sprechen. Das ist Aidan. Sein Pelz ist so dunkel, wie die Federn des Raben und er hat sich seit Anbeginn seines Denkens nie groß verändert. Das schwarze Haar wogt im Wind des Sommers und wirkt wie ein Mantel oder Schleier über seinem beeindruckenden Körper. Nie, so sagt man, hat es einen Rüden mit seiner Statur gegeben. Allein sie verrät, dass er ein Gott ist.

Aidan ist ein Rüde, so mächtig wie die Sonne, die er einst erschaffen hat und genauso unterschiedlich wie die Sonne gesehen wird, ist es auch mit ihm. In der Zeit des Sommers wird sie verflucht, in den kältesten Wintermonaten wird sie sehnlichst erwartet und kaum könnte sie mehr geschätzt werden.

Er liebt es, wenn man zu ihm aufblickt und ihn bewundert und nichts verachtet er mehr als Verräter und Unehrlichkeit. Sollte man ihn hintergehen, so wird man seine Macht zu spüren bekommen und dabei sollte man nie vergessen: Er hat einst Leben gegeben und er kann es auch jederzeit wieder zurück fordern. Aidan verkörpert oft die Wut und die dunkle Seite des Seins wird dem Rüden zugrunde gelegt, obgleich das nur ein kleiner Teil seiner Seele ist. Jene, die ihn fürchten, vergessen dabei, dass es auch die Sonne ist, die Leben spendet und dass Aidan nicht nur dazu verdammt ist, leben wieder zu nehmen.

Er hat viele Eigenschaften, doch besonders die Finsteren kommen bei ihm zum Vorschein. Eines ist er dabei jedoch niemals gewesen: Ungerecht. Sanftheit kann bei ihm zum Ausdruck kommen, aber seine Liebe und Achtung muss man sich verdienen und nur Cýron kennt sein wahres Wesen und wird ihn so vollends verstehen.

Bild

Cýron
Die Göttin des Mondes

Aidan verkörpert die dunklen Seiten des Lebens und Cýron ist das Licht. Sie ist eine sanfte und besonnene Wölfin und stahlt eine Barmherzigkeit und Ruhe aus, die sonst nur das Mondlicht in die Welt bringt. Nichts liebt sie mehr als das Leben und obwohl sie sich in ihrem Äußeren und in ihrem Verhalten von Aidan unterscheidet, liebt sie auch ihn. Er ist ihre andere Hälfte und der Gott der Sonne sieht dies im gleichen Maße.

Ihr Pelz ist so weiß, wie frisch gefallener Schnee und in ihren Augen spiegeln sich die Ruhe und Sanftmut des Mondes. Sie ist sehr groß, aber nie hat es eine elegantere und grazilere Wölfin gegeben. Ihre Schönheit kommt der des Vollmondes gleich und man sagt, wenn sich ihr heulen über den Himmel erhebt, so bleibt die Welt davon stehen.

Cýron bringt den Frieden in die Welt und immer, wenn ihr Gefährte ein Leben nehmen muss, so gibt sie es an anderer Stelle wieder zurück. So bleibt der Kreislauf des Lebens immer erhalten.

Das Spiel des Lebens am Laufen zu halten, das ist die Aufgabe der Sonne und des Mondes, die jeden Tag auf ein neues über den Himmel wandern und ein wachsames Auge auf jedes ihrer Kinder haben. Aidan und Cýron haben alles lieben und schätzen gelernt, aber mit der Zeit und dem Vergehen der Jahre wurden sie es müde, dass sie sich selbst nie sahen. Sie mussten damit leben, Verantwortung abzugeben und nur ihrem eigen Fleisch und Blut vertrauten sie in diesem Maße.

Sie schickten drei ihrer Kinder auf die Erde und geboten ihnen, über die Erde, den Himmel und die Schatten zu wachen.

Bild
Bild

Re: Legenden und Götter » 19.09.2012, 11:46

Die Wächter
Die ersten Kinder der Götter

Nuray
Der Wächter des Himmels

Er ist der Erstgeborene und Stärkste seiner Geschwister. Ihm wurde es zur Aufgabe, über den Himmel und all sein Leben zu wachen und es zu beschützen.

Graues Fell, das wirkt wie fahles Mondlicht oder die Sturmwolken am Himmel und Augen, die wild und unzähmbar schauen. Das ist Nuray, der Wächter des Himmels und er ist so unbeugsam und sein Verhalten so unvorhersehbar, wie der Westwind. Er ähnelt sehr seinem Vater, wenn es um die Haltung und die Einstellung geht, auch wenn er bei weitem nicht seine Macht besitzt. Er hat das Wetter unter seiner Kontrolle, schickt den Regen auf die Erde, oder treibt die Wolken über den Himmel. Wenn die Tage kürzer werden und Nureen den Winter beginnen lässt, sendet er den Schnee, der alles verhüllt und vor der Kälte schützen soll. Im Frühling blicken die Wölfe in den Himmel und bitten den Wächter um einen sanften Beginn der warmen Jahreszeit – Im Sommer flehen sie nach Regen. Manch einer könnte seine Taten als reine Willkür bezeichnen, wenn er das Leben verdorren lässt, aber Nuray hat, auch wenn er wild wie der Wind ist, keine grausame Seite. Jede seiner Entscheidungen bedenkter genau und versucht den lebenden Kreaturen der Welt Botschaften zu senden.Grundlos lässt er niemanden leiden, man muss lediglich die Hintergründe verstehen, warum er handelt, wie er es tut. Nie hat er seine Aufgaben vernachlässigt oder den Anweisungen der Götter nicht Folge geleistet. Auch deshalb wird er von Aidan und Cýron sehr geschätzt.

Nureen
Die Wächterin der Erde

Sie ist die Schönheit, in Gestalt einer braunen Wölfin und hat das Licht der Welt kurz nach ihrem Bruder Nuray erblickt. Ihr Pelz hat die Farbe von warmer Erde oder des Herbstlaubes und ihre Augen blicken warm und freundlich jedem Lebewesen direkt in die Seele.

Sie wacht über die Erde und jedes Geschöpf auf ihr. Sie steht besonders inder Gunst ihrer Mutter und die Liebe und die Sanftmut verbindet sie mit ihr. Bei all ihren Urteilen vertraute sie stets auf ihr Herz und fällte die richtigen Entscheidungen.

Die Jahreszeiten gehören zu ihren Aufgaben und zusammen mit Sonne und Mond überredet sie die Pflanzen zur Winterruhe, oder weckt neues Leben, indem sie den Frühling auf die Welt schickt. Auch wenn sie kaum weiter von ihrem Bruder Nuray entfernt sein könnte, ist sie ihm näher als jeder andere. Gleich dem Götterpaar verbindet auch diese Geschwister ein sehr starkes Band, denn keiner könnte ohne den anderen seine erteilten Aufgaben erfüllen. Ihre Entscheidungen stehen stets miteinander in Verbindung. Bringt Nureen den Frühling in die Welt, schickt Nuray die Sonne – Neigt sich das Jahr dem Ende und die Wächterin legt erst den Herbst und später den Winter über die Erde, wird sich auch das Wetter wandeln. Keiner Könnte ohne seinen Gegenpart existieren, nur gemeinsam ist es ihnen möglich, die Götter bei der Vollstreckung über Leben und Tod zu unterstützen.

Nazar
Der Wächter der Unterwelt

Der schwarze Rüde ist der Jüngste der Wächter und auch der wechselhafteste der Drei. Er fühlte sich immer ausgegrenzt und betrachtete seine Aufgaben als Last und nur als Alibi seiner Eltern, damit er eine Bestimmung hat. Nazar wacht über die Schatten und geleitet die Seelen in die Anderswelt. Nie hat er die Toten mit dem gebührenden Respekt betrachtet, sondern lieber eifersüchtige Blicke auf seine Geschwister geworfen. Sie waren immer die Beliebten und Erwünschten und er wurde immer als das Böse und Ungute gesehen. Niemand achtete seine Aufgaben und so wurde er immer wütender und rachsüchtiger.

Er schaute auch auf die Arbeit der Götter und war unzufrieden mit ihren Urteilen und Entscheidungen. Nazar kann nicht verstehen, warum sie selbst die Menschen als ihre Kinder ansahen und so wünschte er sich Macht um solche Kreaturen zu vernichten. Seiner Meinung nach, sollten die Wölfe der Erde wieder die Kontrolle über alles Leben besitzen und so ließ er seine Aufgaben über den Schutz der Toten fallen und ging selbst in die Schatten.

Der Rüde grübelte viele Jahre über seinem Plan und dachte nach, bis er der Meinung war, einen Weg gefunden zu haben. Sein Aussehen schien ihm die Lösung, denn er glich seinem Vater Aidan bis auf das letzte Haar. Selbst Cýron verwechselte den jungen Rüden mit dem Gott, als er sie aufsuchte und zu überreden versuchte, die Rasse der Menschen zu vernichten. Nazar schmeichelte der Wölfin, bis sie schließlich seinen Argumenten zustimmte. Ihr Herz brach beinahe bei der Entscheidung, aber noch mehr als die Menschen liebte sie schließlich ihren Gefährten und sie wollte ihm nicht widersprechen.

Die Göttin und der Wächter wollten ihr Urteil gerade ausführen, als Aidan mit dem Zorn des Lebens über den Himmel und die Erde eilte und seinem eigenen Sohn enttarnte. Er hätte Nazar getötet und ihn für alle Zeit verbannt, aber Cýron stellte sich zwischen sie. Neben all ihrer Wut und Enttäuschung hatte sie auch großes Mitleid mit ihrem Sohn, denn sie blickte in seine Seele und das ganze Unrecht, welches ihm zuteil wurde, lag offen vor ihr.

Die Götter berieten über sein Schicksal und als sie schließlich vor ihn traten, so hatte selbst der Wächter Angst vor dem Urteil. Allerdings war nicht der Tod sein Schicksal, sondern die Erfüllung seiner zugeteilten Pflichten, bis in die Ewigkeit. Cýron trat zu ihm und zeichnete ihn, damit er sie nie wieder durch List hereinlegen konnte und schließlich schickten sie ihn wieder zurück auf die Erde, in die Mitte seiner Geschwister und wachten über ihn. Sein Verrat war ein Geheimnis und doch kannte es jeder, denn Cýrons Zeichen war für jeden sichtbar. Auf seiner Brust, direkt über dem Herzen und im Kontrast zu seinem schwarzen Pelz, prangte ein weißer Fleck, der ihn für immer an die Macht der Götter erinnern sollte.

Bild

Wer ist online?

Rudelwölfe in diesem Forum: 0 Rudelwölfe und 1 Streuner

cron